Besuch von Studierenden im Rahmen der Exkursion „Medizingeschichte im Museum“ am 20.11.2025

Wir freuen uns immer besonders, wenn wir junge und interessierte Menschen durch unsere Sammlung führen dürfen. Entsprechend fühlten wir uns durch Anfrage von Ass.-Prof. Mag. Dr. Marina Hilber und Assoz.-Prof. Mag. Dr. Elena Taddei, ob wir ihren Studierenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Wintersemester 2025/26 einen Einblick in unsere Sammlung geben würden, geehrt, haben sogleich zugesagt und einen passenden Termin vereinbart. Der Titel der Lehrveranstaltung lautete EX Historische Exkursion: Medizingeschichte im Museum und neben unserer Sammlung wurde bspw. auch das Deutsche Medizinhistorische Museum in Ingolstadt besucht.

Am 20.11.2025 traf sich die Gruppe mit unserem Vereinsobmann Mag. Dr. Christian Lechner vor der Landespflegeklinik in Hall gleich beim Gedenk- und Informationsort für die Opfer des nationalsozialistischen Krankenmordes (Link). Nach einer freundlichen Einführung und Vorstellung durch Frau Prof. Hilber übernahm Dr. Lechner und begann seine Ausführungen mit einem Blick in die Geschichte der Psychiatrie Hall und ihres Standortes in Hall in Tirol. Bei wenig einladenden Temperaturen wechselte die Gruppe anschließend sogleich nach innen in unser Schaudepot. Dort stellte Dr. Lechner unseren Verein vor und erklärte, wie unsere große Sammlung mit aktuell mehr als 12.500 inventarisierten Objekten entstand.

Anschließend wurde unsere Dauerausstellung (Mikroskopie, Schrittmacher, Malfatti-Apotheke, Sammlung Kaier, Praxis Dr. Erismann) besichtigt und vorgestellt. Auch die Sonderausstellung unseres verstorbenen Schriftführers ao. Univ.-Prof. Dr. Edwin Knapp (1940-2025) zur Entwicklung der EKG-Geräte war Bestandteil der Führung.

Im Anschluss erfolgte noch ein interessierter Austausch mit spannenden Fragen u.a. zur Entstehungsgeschichte der Sammlung.

Wir haben uns über die Anfrage sehr gefreut und bedanken uns für das Interesse!

10. MuGI-Abend am 22.10.2026

Die Kinderlähmung in Österreich im 20. Jahrhundert

Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Marina Hilber (Innsbruck)

Der mittlerweile zehnte medizinhistorische Vortragsabend unserer MuGI-Reihe (Medizin und Geschichte Innsbruck) fand am 22.10.2025 im großen Hörsaal der Kinderklinik Innsbruck statt. Dort wurden die interessierten Anwesenden zunächst vom Direktor der Univ.-Klinik für Pädiatrie I, Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Müller begrüßt, bevor unser Obmann Mag. Dr. Lechner kurz ins Thema einführte und dabei die Referentin vorstellen durfte.

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Besuch des Rablhaus am Weerberg am 16.07.2025

Am Nachmittag des 16. Juli 2025 versammelte sich bereits zum fünften Mal eine Reihe von Vereinsmitgliedern am Weerberg, um das Heimatmuseum „Rablhaus“ zu besuchen. Unterhalb der alten Kirche gelegen, ist das Museum die einzige Einrichtung im Alpenraum, die sich mit dem Thema Volksglaube befasst.

Nachdem unsere Besuche in den Vorjahren eine derart positive Resonanz zur Folge hatten, haben wir auch dieses Jahr erneut einen Abstecher auf den Weerberg eingeplant. Der Ablauf war dabei ähnlich dem in den Vorjahren, nur dass zusätzlich die Sonderausstellung zu den Missionsobjekten aus Asien und Afrika, entdeckt und erforscht von Schüler:innen der Volksschule Weerberg, zu besichtigen war.

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Exkursion nach Venedig vom 13.06. bis 15.06.2025

Am Freitagmorgen des 13.06. trafen sich insgesamt 25 Personen zur mittlerweile siebten Exkursion unseres Vereins. Dieses Mal sollte es nach Venedig gehen. Auch heuer wieder stellte sich bereits von Anbeginn an eine sehr freundschaftliche Atmosphäre ein. Die bei vielen Mitreisenden bereits im Vorfeld kommunizierte Vorfreude, bestätigte sich damit schon zu einem frühen Zeitpunkt unserer gemeinsamen Reise.

Die Anwesenden teilten bei diesem Zusammenkommen am Hauptbahnhof Innsbruck Reminiszenzen an die bisherigen Exkursionen (Basel 2018, Padua 2019, Wien 2021, Heidelberg 2022, Bologna 2023 und Berlin 2024). Bereits beim Warten im Foyer kündigte die Anzeigetafel eine Verspätung unseres Zuges von wenigen Minuten an. Letztlich sollte der Intercity nach Venezia Mestre etwas früher als befürchtet loskommen. Unsere Sitzplätze waren rasch gefunden und trotz einer guten Stunde Verspätung war die Stimmung unserer Gruppe vorfreudig und motiviert. Diese Intercityverbindung würde üblicherweise bis nach Venezia St. Lucia durchfahren, aber laut Schaffner gibt es aktuell eine Baustelle auf den Gleisen hin, so dass wir zwischen Mestre und St. Lucia mit einem Regionalzug weiterfahren mussten. In St. Lucia angekommen, wurden die vorbestellten individuell mit den Namen der Mitreisenden versehenen 48 Stunden-Vaporettotickets am Ticketautomat nach Eingabe des vorab mitgeteilten Codes abgeholt. Die Linie 2 brachte uns anschließend von Ferrovia „b“ zur Rialtobrücke, wo der Fußweg von etwa 450m zu unserem Hotel, dem Albergo Cavaletto, nach 6,5 Stunden dauernder Zugfahrt einem angenehmen Spaziergang entsprach.

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„Verbotene Beziehungen. Weibliche Homosexualität im nationalsozialistischen Österreich“ – Buchpräsentation am10.06.2025

Am 10.06. präsentierte die Wiener Zeithistorikerin Natascha Bobrowsky, BA MA MA ihr neues Buch „Verbotene Beziehungen. Weibliche Homosexualität im nationalsozialistischen Österreich“. Etwa 20 Interessierte trafen sich in der Innsbrucker Kulturbackstube „Die Bäckerei“ und durften dem spannend-informativen Austausch zwischen der Autorin und der Organisatorin des Abend, Zeithistorikerin MMag.a Dr.in Ina Friedmann, folgen.

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Studienfahrt zum Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim am 17.05.2025

Am 17. Mai 2025 fand im Rahmen eines Wahlfachs an der Medizinischen Universität Innsbruck eine Exkursion zur Gedenkstätte Schloss Hartheim statt – organisiert und begleitet von MMag.a Dr.in Ina Friedmann und Mag. Dr. Christian Lechner. Für die großzügige Unterstützung durch den Freundeskreis Pesthaus, den Absolvent:innenverein Alumn-I-Med und die Medizinische Universität Innsbruck danken wir ausdrücklich. Auch für die liebevolle Versorgung mit Brötchen, Kaffee und Kuchen möchte ich mich bedanken, kleine Gesten, die zwischendurch einen Moment der Erdung erlaubten.

Schloss Hartheim, ein ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtetes Renaissanceschloss nahe Linz, steht heute wie kaum ein anderer Ort für die erschütternde Realität medizinischer Verantwortung und medizinischer Verfehlung. Während der nationalsozialistischen „Aktion T4“ wurde es ab 1940 zur Tötungsanstalt umfunktioniert. Hier ermordeten Ärzt:innen und Pflegepersonal in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung des NS-Staates etwa 30.000 Menschen, Menschen mit Behinderung, psychisch Erkrankte, Pflegebedürftige, und auch Häftlinge aus Konzentrationslagern, die als „nicht arbeitsfähig“ eingestuft wurden.

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Neues Buch von Raimund Margreiter – Buchpräsentation am 13.05.2025

Großer Lehrer, große Schüler – so könnte das Fazit eines Buches lauten, das der weltweit bekannte Tiroler Chirurg Raimund Margreiter unter dem Titel „Die Chirurgenschule Innsbruck“ vor kurzem im Eigenverlag veröffentlicht hat. Am 13. Mai wurde es im Rahmen einer ansprechenden Veranstaltung im Audimax der Med Uni Innsbruck vorgestellt.

Zur gemeinsamen Buchpräsentation von ALUMN-I-MED, dem Verein Pesthaus und der Medizinischen Universität Innsbruck am vergangenen Dienstag hatten nicht nur zahlreiche interessierte Gäste im Audimax Platz genommen. Auch einige der von Raimund Margreiter in seinem neuen Buch – im dritten über die Chirurgie in Innsbruck – erwähnten Schüler waren in die Fritz-Pregl-Straße 3 gekommen. Stefan Schneeberger etwa, der Direktor der Universitätsklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie sowie deren Wissenschaftlicher Direktor Gerald Brandacher und ebenso der ehemalige Klinikdirektor Dietmar Öfner-Velano. Aber auch Chirurgen externer Kliniken und Krankenhäuser hatten die Einladung ihres Lehrmeisters Raimund Margreiter angenommen, darunter der Zammer Primar Peter Sandbichler oder der Südtiroler Chirurg Alfred Königsrainer.

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